electricgecko

März

Man sollte die Kunst außerhalb der Städte aufbewahren, nichts soll sie umgeben. Wer sie betrachten möchte, soll anreisen, eine Strecke zurücklegen und sich aus dem Fahrzeug bewegen. Die betrachtende Person soll durch Flure und Gräser gehen, hier und dort eine hohe Tür öffnen und dahinter ideale Galerien mit begrenztem, aufmerksam angeordnetem Inhalt vorfinden. Sie soll eine Treppe hinauf steigen und am Ende einen leeren Raum betreten, in den die umgebende Natur und ihr Schatten hineinfallen. Am Stahlrahmen des Fensters inne halten und weit und breit nichts weiter sehen. Zwischen Bäumen und hohen Wänden sollen ihr Alternativen zu allen Dingen einfallen. Es braucht Kiesel und einige Wasservögel und dort ein Brot mit Butter und Petersilie und mehr als all das: Zeit.

Wer die Antwort weiß, kennt die Frage nicht.

Shed, the warmest broken machine. Every track the most cheerful assault, sprung from the joy of returning your own type of energy to the universe, an act of balancing power, and a shove against all limiting forces, a symbolic rejection of letting the walls close in on us any further. Techno is still the space and the place, the last pop music humankind invented, our final beacon of resilience, the vocabulary of freedom spoken through gritted teeth. Worn, another spirited roundhouse to the head of the heads. Shed will never stop.

Es gibt in jedem Jahr den Tag an dem es zu sich findet, Ausdruck gewinnt. Häufig ist es dieser Moment, der im Verzeichnis der gelebten Jahre auffindbar bleibt: So war das, dort und dann gelebt zu haben. Niemals ist es ein erwartbares Datum. Die Situation ergibt sich, sie breitet sich aus, und dann ist es klar.

2026 taucht das Jahr hinter einer Serpentine auf, Beschleunigung, Momentum aus der Kurve, Ideallinie jenseits gelber Markierungen, entlang der hohen Mauern aus vorgefundenen Steinen in der schmalen Straße (zuvor waren die Steine viele tausend Jahre lang Berge gewesen, Klippen am See). Die Fliehkräfte werden von The KVB überlagert, das Demo von First Encounter durch das überraschend muskulöse Soundsystem, und da ist es nun, das Jahr. Es hat die unwirklichen Jahre hinter sich gelassen und ist ganz real, konkret, scharf wie die schneebedeckten Gipfel der Alpen in der klaren Luft weit vor mir. Ich lehne mich in die gegenläufige Kurve, ein lächerliches weißes Auto trägt mich in neue Zukunft.

Als wir jung waren, wussten wir nicht, dass wir jung waren und wir wussten auch nicht, wer wir sein würden, wenn wir unsere Jugend dann heute abgelegt haben würden.