electricgecko

August

Everybody and everything at Schumann’s Tagesbar appears to make an effort to contribute to a specific script, emulating mid-century day-drinking and one of the later iterations of the Leisure Suit Larry series of computer games at the same time.

Regulars line the bar on stools upholstered in oxblood leather, having crémants and trying to coax nightlife credibility out of the well-informed and strategically tattooed bar staff. The latter communicates like a disciplined sports team – orders are shouted across the room in shorthand language, matching requested drinks with staff members closest to the required appliance or bottle.

There is a short moment of silence, slightly moving air and long gazes. A party of three enters, surveying the establishment, a shaggy dog in tow. A short tour of the sparsely populated interior seems to end inconclusively and unsatisfactory: „There is no place for us here“, one declares as the group exits stage left.

The same moment, two women in sand-colored robes enter, their faces veiled. Nonetheless, they are recognized and treated to the usual: two slices of apple pie and two iced chocolates.

Underneath it all, faint bossa and tropicana muzak is heard and immediately forgotten, evaporating over ruby-colored drinks and a dazzle of miniature canapés, all traces of crust surgically removed from soft toast slices. Time slows in the most pleasant way.

Juli

Are.na ist ein faszinierendes Stück Technik, ein Werkzeug für die Bearbeitung von Gegenwart. Es ist gleichermaßen individuelle wie soziale Plattform. Es stellt Funktionen und Strukturen zur Verfügung, die das permanente I/O des Lebens mit dem Netz organisieren.

Die technischen Möglichkeiten (~ Features1) sind dabei weniger entscheidend als die Tatsache, dass die Art ihrer Nutzung nur vage definiert ist. Das ist selten: Hier ist eine Software, die ihre eigene Verwendung zur Disposition stellt, die eine Reihe lose verknüpfte Schnittstellen anbietet, statt einen vorgefertigten Workflow vorzugeben. Are.na trifft wenige Aussagen darüber, wie es verwendet werden möchte.

Statt dessen verlangt es nach Aktivität, nach neuen Systemen des Kontextualisierens, nach dem Bau sinnvoller Strukturen, alleine oder mit anderen. Trotz einiger scheinbar paralleler Funktionen ist Are.na das Gegenteil von Plattformen, die auf das verstandlose Anschauen und Sammeln von Inspiration ausgelegt sind. Die Vielfalt der Nutzungsweisen und das improvisatorische, additive Prinzip (all this and …) lösen das Versprechen der Selbstbeschreibung ein: A visual platform that helps you think. Es ist aus drei Gründen wahr:

01

Das Interface. Are.na sieht aus und fühlt sich an wie ein Werkzeug. Wie etwas, das für robuste Benutzung entworfen wurde: ohne Kosmetik, effizient, klar und konstruktiv. Es ist das grafische Äquivalent einer Kommandozeile. Damit hebt es sich von den allzu magischen Oberflächen jener Anwendungen ab, die weniger ihren Nutzerinnen als ihren Besitzern dienen.

02

Are.na ist ein Publikationsmedium. Output ist auf viele verschiedene Weisen möglich – etwa durch Storytelling in Fragmenten und durch das Verbinden disparater User und Kanäle. Diesen Formaten ist gemein, dass sie nicht vollständig durch ihre Urheberinnen kontrollierbar sind, sondern Raum für Assoziation und Anknüpfung lassen. Es ist überaus spannend, herauszufinden, ob ein bestimmter Kanal ästhetisch und inhaltlich funktioniert oder nicht.

03

Die Userbase. Are.na profitiert von bemerkenswert interessanten, progressiven und weitsichtigen Nutzerinnen und Nutzern. Es befindet sich weiterhin in dem Stadium, in dem die öffentliche Explore-Sektion sinnvoll verwendbar ist2. Es ist unsicher, wie lange das so bleibt. Mit etwas Glück trägt der deppenunfreundliche Look (siehe 01) und die Haltung der Gründer dazu bei, dass es noch eine Weile so bleibt.

Es ist lange her, dass eine Plattform mir neue Perspektiven für das Leben mit dem Web gegeben hat. Ich habe mich an der Investitionskampagne beteiligt. Ich bin sehr froh darüber, dass ich für ein gutes Werkzeug bezahlen darf.

Are.na ist eine Erinnerung an das Netz, das wir verloren haben. Ein Werkzeug ohne festgelegte Funktion, ein Framework, in dem Inhalte und Formate erfunden werden können. In dieser Hinsicht ist es ein Schritt in die wünschenswerte Zukunft, und zugleich ein Rückgriff auf das freie, unprofessionelle und poetische Netz, in dem ich meine Jugend verbracht habe.

The more proprietary, predatory, and puerile a place the web becomes, the more committed I am to using it in poetic and intransigent ways. (J.R. Carpenter, Slow Media)

Alles gesagt. Nun: Kanäle, in deren Inventar ich mich gern aufhalte, aus denen ich großen Gewinn, Material und Perspektiven ziehe. T.B.C.

Meine eigenen Kanäle unterhalte ich mit wechselndem Aktivitätsgrad. Einige scheinen Publikationen sein zu wollen, andere bleiben Anhäufungen von Material zur späteren Verwendung durch mich und andere:


  1. Dieses überbenutzte Wort erscheint mir immer eine Spur zu vermenschlichend, allerdings ist seine Bedeutung – Oberflächenbeschaffenheit als Charakteristikum – absolut treffend. ↩︎

  2. Gibt es einen geeigneten, nicht furchtbaren Begriff für diese Phase im Lebenszyklus einer digitalen Plattform? ↩︎

Juni

(Noch ein Text über Shed, zum Re-release von Well Done My Son, veröffentlicht eigentlich irgendjemand sonst noch Musik?)

Shed ist zwei Personen – ein Produzent von Techno-Alben, die von ihrer Spationierung leben, deren große Momente in der Leere und im Rauschen des Delay-Filters arrangiert sind. So sorgsam und kontrolliert produziert, dass sie bereits zum Zeitpunkt ihres Erscheinens zeitlos sind.

Die andere Person ist WAX-Shed, Dub-Shed, Banger-Shed, Funktions-Shed – der Typ, der nach zwanzig Jahren immer noch Whities für die Floors raushaut. Komprimierter Techno, der stets und spürbar im Raum stattfindet (auch hier ist Dub die Basis1). Es sind die einfachsten Progressions aus zwei Akkorden, die kompakteste Snare und kurz vor 130 BPM.

In beiden Varienten des Shed-Outputs geht es um Zeit: ihre Manipulation, Verdichtung, Auflösung und Wiederverwertung: Ein Spektrum zwischen dem ganz und gar Dasein im hochverdichteten Moment und dem endlosen Leben mit seinen auseinanderliegenden Momenten, Verbunden durch Musik. 12 Jahre nach seinem ursprünglichen Release ist Well Done My Son auch in diesem Sommer wieder ein Punkt auf dieser Achse.

Ich wollte nur sagen: Well Done ist ein Banger für den Sommer, ein komprimiertes Brett, komprimierte Zeit, jetzt und hier keine weiteren Gedanken, der Track ist so gut.


  1. Wie zuletzt zu hören auf No Repress But Warehouse Find↩︎

Auseinandersetzung mit Kunst ist Unterscheidungsfindung, die Suche nach einer Perspektive, das Begutachten von neuem Material auf Brauchbarkeit für kognitive, emotionale, ästhetische Baustellen. Es ist schön und befriedigend, wenn die Kognition einrastet, wenn sich Verständnis einstellt, die Entcheidung fällt, wie da von nun an etwas zu betrachten ist: Suddenly hooked on that new Shed EP.

Im Fall der einigermaßen sperrig betitelten Not a Repress but Warehouse Find hat es eine Weile gedauert, um zu verstehen, wo das alles hingehört. Vermutlich brauchte es überhitzten Berliner Asphalt und ein leicht dehydriertes Gehirn, um dieser kunstvollen Anordnung von Ravebrutalismen folgen zu können. Lumber Fix TT ist ein Stück Architektur, so präzise, dass man die schamlose Peaktimehook erstmal überhört – und von den ersten zwei Minuten Acid Drift bleiben wenige Erinnerungen übrig, nachdem eine brachiale 808 endlich Bodenhaftung erzeugt. Dann zwei Shedding-The-Past-mäßige Interludes, zu denen man über den Kanal oder in den Himmel blickt. Die beiden letzten Tracks (Entschuldigung, ich muss, die Namen sind so schön: Sp ToolVltk3 und 130 Go Sweep) könnten um ein Haar das neue Wax-Release sein, wären sie nicht so kompakt und kontrolliert und nicht so mittelbar fantastisch.

Such a nice piece of sonic brutalism, so verfasert kohärent und so intens, dass es sehr gut zu diesem Sommer passt.

Mai

Alva Noto war schon immer das Alter Ego für die Hits, für den affirmationsorientierten Output des Projekts Carsten Nicolai. Dieser Musik geht es um die Beschreibung physikalischer Räume – dem Herausarbeiten der arkanen Konfigurationen, die in ihrer Metaphysik etwas fühlbares hinterlassen. Insofern ist die Uni-Trilogie (UnitxtUnivrsUnieqav) natürlich Popmusik, so berechnend wie effektiv.

Diese Präzision bleibt dabei unverschleiert, das Gefühl in einem antiauthentisch herauspräpariert und hochgradig empfindbar gemacht. Dies gilt für den dritten und letzten Teil der Serie in besonderem Maße: Unieqav reißt noch einmal alles ab, was die Stätten des Kunst- und Lebensbetriebs in den Städten hergeben. Printworks London, Margiela GATs, Karl-Marx-Stadt, Doppelhelix auf eins und vier. Heimweg zu Uni Blue, dem aufgerauten Hit der LP, ein Track wie gewaschener Kaschmir.

Ich erinnere eine der frühen Aufführungen dieser Platte in einem dunklen Theater in Barcelona, der Welt fern und nah dem kollektiven Inneren. Pop: Das Gefühl eindringlich vorhanden und aufgelöst zu sein. Gemeinschaft, oder zumindest Gefährtenschaft, erzählt auf eine Weise, die ich verstehen kann.

  • Alva Noto – Unieqav, LP. Noton, 2018.

April

Manche Gedankenformen habe ich so häufig vorfolgt, dass sie zu Bedingungen meiner Wahrnehmung der Welt geworden sind. Ich arbeite mich an Themen ab, und so wenig sie mit der elusiven Natur von Realität1 zu tun haben, so instrumentell sind sie für die Herstellung von Wahrheit als subjektive, kontingente Folgerichtigkeit. Inhaltlich letztlich bedeutungslos, aber Pfeiler eines funktionierenden Frameworks um klarzukommen.

Eines dieser Themen ist die Hochverdichtung eines Gedankens bis zu dem Punkt, an dem nicht mehr unterscheidbar ist, ob er sehr klug oder sehr dumm ist. Werden diese Pole äquivalent, sind andere Kriterien interessant und notwendig: Intensität. Effizienz. Case in Point: Das unbetitelte Release einer ebenfalls unbenannten Produzentin des nuller-Jahre-Labels Pom Pom bei Ostgut. Diese EP ist pure Form, ein Bekenntnis zum Geradeaus und zur Intensität. Musik wie diese scheint mir nach wie vor die einzige Chance, meinen Drang zur permanenten Unterscheidung für eine kurze Weile auszusetzen. Vielleicht geht es auch in erster Linie um Commitment: Commitment zu genau einer Idee, so einfach, richtig und begrenzt sie auch sein mag.

Dieser Text erscheint mir weniger zielführend als der Waschzettel des Labels zu diesem Release: Black strikes back. Pom Pom. Bumm Bumm. Ja Ja. Vollkommen richtig.

  • Pom Pom – Untitled, EP. Ostgut Ton, 2018.

  1. Dieser Begriff verlangt stets nach Anführungszeichen oder – zumindest – Kursiven: I always perceived radical constructivism as a survival tactic. ↩︎

Eine herausragende Mahlzeit im ernst in Berlin, deren Qualität und Bedeutung weniger mit der kunstvollen Zubereitung von Essen und mehr mit den beteiligten Personen, Produkten und Überzeugungen zu tun hat. Die klare Schönheit der Kompromisslosigkeit, noted for later reference.

  • Fresh cheese in pea sauce
  • Pea tart
  • Roasted topinambur skins
  • Wild salad with vinegar jelly
  • Brioche with goat’s butter
  • Last year’s forgotten spring onions with miso mayonnaise
  • 茶碗蒸 with ponzu dressing
  • 2018’s first spinach leaves with paste of sunflower seeds
  • Inner artichoke leaves, roasted
  • Goats cheese with smoked sunflower oil
  • Artichoke heart, grilled with chervil
  • Leek, grilled and filled with paste of sunflower seed shells
  • Mangalica charcuterie
  • Chicorée with cream
  • Trout sashimi
  • Steamed onions with buffalo milk and hazelnut oil
  • Six hour egg yolk with koji sauce and ramson
  • Fried herring in spelt tempura with lemon and salt
  • Endive heart with brown butter, lemon and blood orange oil
  • Baked ricotta with lemon
  • Linda potatoes, steamed, with butter, zabaione, roasted hazelnuts and black truffle
  • Second half of the trout with bonito dashi, covered with fresh wasabi leaves
  • Cooked barley mit dashi and wasabi flowers
  • Green beans
  • Aged pork belly, steamed and fried, with lovage
  • Blood orange in smoked blood orange juice
  • Mangalica pork fried in duck fat, with truffles and marrow sauce
  • Granité of grilled lemon
  • Dried oranges, brioche crumble, cream
  • Pea pod icecream with olive oil and water mint
  • Raspberries, raspberry jam, raspberry schnaps with cream and cherry blossoms
  • Yoghurt ice cream and blood orange ice cream
  • Petit fours, including Hoshigaki, aged and massaged khaki and caramel fudge made with Mangalica fat
  • Fallen Pony and Anne Bonny from Empirical Copenhagen

März

Im Falle von Topdown Dialectic von Releases zu sprechen ist einigermaßen missverständlich. Was bei Bandcamp (via Aught) als Tapes und Dateien verfügbar ist, gleicht eher arbiträren Mittschnitten einer kontinuierlich laufenden Modulation: Aufnahme und Wiedergabe eines endlos verspulten, stets neuen Grooves. Loop-basierte Musik, transparente Elektronik. Sie legt sich wie ein Film über jeden Ort, wird unmittelbar Teil der Ambience.

Trotz des so stark empfundenden Raumbezugs ist den Topdown Dialectic-Tracks ein Element der Ferne gemein. Ihre hellgraue Körperlosigkeit erreicht nie das hier, den Vordergrund, sie bleiben im dort, eine architektonisch zu spürende Abstraktion, Musik als Infrastruktur.

In letzterer Hinsicht sind sie konkret und spürbar: Cleane Wärme, ein freier Schreibtisch an einem Frühlingstag. Clicks und Impulse für alles, aber keine Dichte, kein Gewicht, kalifornische Sonne, Samstag, 10:21.

… rolling from Actress or Lee Gamble-style skank-house in 05 to the frayed swing of 06 and luscious cyber-boogie-dub in 07, whilst 08 does blown-out dub with trippy flair, and the final couplet of 09 and 10 feel like the mutant antecedent of Pole’s best, early work and the unquantised ecologies of FiS.

  • Topdown Dialectic – 20170804. LP. /\\Aught, 2017.
  • Topdown Dialectic – /\\09. LP. /\\Aught, 2015.
  • Topdown Dialectic – /\\02. LP. /\\Aught, 2014.

Februar

1983 hatten die 80er Jahre des vergangenen Jahrtausends vollends begonnen, und damit das große Jahrzehnt der Selbstunterscheidung und eines der besten Jahrzehnte popkulturellen Outputs überhaupt. Zusammengebissene Zähne und technische Schärfe: Voller Selbstvertrauen, Amphetaminen und neuem Equipment machen sich die Protagonistinnen an den Rändern1 der Vermarktungsmaschinen durch experimentelle Selbstanwendung auf die sich professionalisierenden Welt selber zum Output, das Individuum wird künstlerische Arbeit.

Dieser Zusammenhang hat mit meiner aktuellen Verknalltheit in Xmal Deutschland und die 1983-Version von Anja Huwe zu tun. Trotz meiner großen Zuneigung zum rauen Vulgärminimalismus des Wave hatte ich die Gruppe recht lange erfolgreich ignoriert, vermutlich aufgrund ihres einigermaßen doofen Namens und einiger arger Fehlgriffe im Spätwerk. Das war ein Fehler, denn Fetisch, das Debut von 1983 ist eine ziemlich umfassende Welterfindung im eingangs beschriebenen Sinne. Ein ästhetisches Framework für gestrippten Grandeur und High-Goth-Theatralik, ein schwarzer Blick hinaus in die Welt (Kämpfen), die Versammlung der guten Bösen (Hand in Hand). Der tighten Intensität von Qual2, diesem löchrigen Groove, steht Anja Huwes Gesang gegenüber – und es ist wirklich Gesang, kein Wegducken in Affekte oder Shouting. Diese Frau hatte keine Angst, das ist die geschulte, geprobte und aufgenommene Wahrheit. Hier ist gemeint was gesagt wird, die Semantik von Xmal Deutschland spiegelt die Direktheit der Musik.

Wie gesagt, ich bin ganz verliebt, ich kann mich nicht wehren gegen diese große Konzentration und die weltgreifende Anmaßung der Attitüde dieser Gruppe. Fetisch ist ein Powermove, ein Manifest dafür, innere Fragilität nicht als Hinderung, sondern als etwas zu schützendes zu begreifen. Ein perfekter Zeitmoment, gelöst in einer umfassenden Ästhetik.

  • Xmal Deutschland – Fetisch. LP. 4AD, 1983.

  1. Inzwischen ausgekundschaftet und geschmackvoll vermarktet durch sehr gute Labels wie Dark Entries, Minimal Wave und Archivaren (wie Mutant Sounds). Das ist nicht schlecht, denn Gruppen wie Lunapark und Nagamatsu haben größere Publika verdient. ↩︎

  2. Der 12″-Remix von Qual ist vollständig floortauglich; es ist eine Schande, das B-Seiten-Dubs kein Ding mehr sind – ebensowenig wie B-Seiten, for that matter. ↩︎

Dezember

Es war ein klares, kristallenes, nüchternes Jahr, eindeutig in den bleibenden Momenten wie in seinen Tiefpunkten. Nach 2016 war wenig zu träumen und viel zu realisieren. Wir wissen schmerzhaft genau, wo unsere Grenzen liegen. Wir kennen Techniken, um uns verlässlich für einen Moment daraus zu befreien. Diese Effizienz macht misstrauisch, und jeder Erfolg muss zu Skepsis führen. Darum müssen nach dem Interimsjahr 2017 nun neue Dinge und neue Konstellationen erfunden werden, auf die wir uns anwenden können.

Ich bin diesem Jahr dankbar für simple Momente ruhender Schönheit, die kein produktives Reißen erzeugten, sondern einfache Teilhabe an der Gegenwart. Das fiel mir nie leicht.

In Basel gibt es einen Fluss im Sonnenlicht und all den Beton, es gibt die Möglichkeit einer Insel und das gelbe Licht in der Nacht in Weimar. Es gibt den Regen in gläsernen Schluchten und immer noch Teppich in den Terminals des Changi Airport. Wieder Tate Modern, wo Tillmans 2017 formuliert. Es gibt die Möglichkeit, loszulassen, Kopf und Körper auf wundervolle Weise zu erledigen. Es gibt die dunklen Tropen (die Welt ist unglaublich). Wir dürfen den Besten zuhören. Es gibt ein Konzert der Einstürzenden Neubauten und das Bauhaus steht für uns noch. Nicht überall, aber überall hier gibt es ungebrochene, ewige Gemeinschaft, true Zeitgenossenschaft.

Everything one invents is true.

Tracks, die wichtig waren, kurz vor und kurz nach den definierenden Momenten des Jahres 2017.

Winter

  • Killah Priest – Cross my Heart
  • Kangding Ray – Epsilon
  • Tangerine Dream – Phaedra
  • Maurizio – M06a1
  • Jesse Osborne-Lanthier – Blackwell Dynonetics
  • Kyoka – Hovering
  • Senking – Lighthouse Hustle
  • Black Marble – Static
  • Einstürzende Neubauten – Keine Schönheit ohne Gefahr
  • Gener8ion – H808
  • Joy Orbison – Rite Ov
  • CO/R – Bells, Walking
  • Einstürzende Neubauten – Morning Dew

Frühling

  • Colourbox – Looks Like We’re Shy One Horse/Shoot Out
  • Kangding Ray – Purple Phase
  • Carsten Jost – Army Green
  • Freddie Gibbs – How we Do
  • Sverca – Peels a Tangerine (Regis Remix)
  • Shed – Taken Effect
  • Ital Tek – Re Entry
  • Vril – Lazar
  • Freddie Gibbs – Knicks
  • JP Enfant – Rem Phase
  • Fragile – Fast Lane
  • Alva Noto – Bit
  • Seawash – Closer (Vox)
  • Artefakt – The Mental Universe

Sommer

  • Trust – Peer Pressure
  • Lorn – Vestige I
  • Peter van Hoesen – Coast to Coast
  • Rin – Blackout
  • Island People – Colour District
  • D.A.F. – Kebabträume
  • Alva Noto – Milan
  • Curren$y – Scottie Pippen
  • Few Nolder – Wisher
  • Tha Audio Unit – Make a Move
  • Rhythm & Sound – Troddin Version
  • Tlim Shug – Rari Techno
  • Sawlin – Motion Keeper
  • RZA – Airwaves
  • Maud Geffray – 1994
  • Zomby – Zprite

Herbst

  • 死サイコロ – Жребий брошен
  • Lavascar – Lavascar
  • Lee Gamble – M25 Echo
  • Rin – Monica Bellucci
  • M.E.S.H. – Search. Reveal.
  • Pilotpriest – White Blazer (Darknet Edit)
  • Demdike Stare ‎– At Rest (Version 2)
  • Die Dominas – Die Wespendomina
  • Turinn – 1625
  • Rhythm & Sound – Mango Drive
  • Basic Channel – Q1.1 B01
  • Lee Gamble – UE8
  • Gaika – Roadside
  • Nick Cave and the Bad Seeds – Weeping Song

Winter

  • Caapi – Untitled
  • Lee Gamble – You Hedonic
  • Vril – Anima Mundi (Side 2)
  • New Order – Ultraviolence
  • Andy Stott – Posers
  • Demdike Stare – Savage Distort
  • Miles – Plutocracy
  • Claro Intelecto – Sunshine
  • Q3A – Temple of Retribution
  • D’Marc Cantu – Fenset
  • Mama Bubo – Sen
  • Claro Intelecto – Ageless Eyes

Sets sind idealerweise transportable Atmosphären für Momente in Transit oder im Flow. Das Tape ist nicht tot, und ich freue mich über Labels wie Oblast, die diesem Format gerecht werden. Weiterhin häufig gehört und bemerkenswert gefunden:

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