electricgecko

Dezember

It is as black as Malevich’s square / The cold furnace in which we stare / A high pitch on a future scale / It is a starless winter night’s tale / It suits you well

August

Es ist eine solche Wohltat, mit Unbekanntem konfrontiert zu werden, mit einem Hinweis, einer Information, die eine andere Antwort vorsieht als das ewige: ja, ich weiß. — Rainald Goetz, Klage, 321

Juli

Alles was es braucht, um ein Setting auszufüllen, ist eine Parole. Mehrere Worte, die sich mit wachsender Intensität erst sagen dann rufen und schreien lassen. Nicht einmal phonetisch gut oder rhythmisch. Sondern in erste Linie spannend und referenzreich, ohne eindeutige Aussage. Außerhalb ihres Kontextes verliert die Parole ihre Wirkung. Sie hat keinen Moment, sie ist der Prozess. A phoneline, a laptop and a box of tangerines.

April

Das einzige, was mich noch in meinem künstlerischen Schaffen tröstet, sind die folgenden Fragen, die die Millizionäre auf der Straße immer öfter stellen: Wofür ich das fotografiere, „was denn daran schön wäre“.

Februar

Context is everything — therefore, it needs to be left out.

Januar

Das erste Sonnenlicht des neuen Jahres scheint durch vergitterte Studiofenster auf den Schreibtisch, Bogen um Bogen Zeichenpapier, Ingwerlimonade. Es ist der erste signifikante Musikmoment des neuen Jahres, die Fortsetzung der 36 Kammern mit ganz anderen Mitteln, One for the Wu, gewissermaßen. Es ist der zweite Teil von Onras Chinoseries, so brachial wie zerbrechlich.

November

And while my original form disintegrates, i come to exist as a multiplicity of forms that are not fixed but always redefined by my contiunous engagement with the phenomenas that surround me.

Februar

Ich sage es jedes Mal und entkräfte meine Aussage anschließend selbst. Die Ansage: Ich mag Konferenzen nicht sonderlich. Das Entscheidende (miteinander reden) wäre auch in anderen Rahmen möglich – und einen Punkt machen, eine Meinung vertreten, einen Votrag halten, das funktioniert auch im Web. Die Entkräftung: Ich werde in diesem Jahr zum SXSW fahren. Genauer gesagt in das Land, in dem es üblich ist, Städten ihren Bundesstaat nachzustellen. Noch genauer gesagt nach Austin, Texas.

Ich freue mich aufs Verlieren im Gewühl, auf wirklich kluge Menschen und Podien, die den Namen verdienen. Auf die Sonne und meine Mitreisenden Kriesse, Daniel, Max und Igor. Und ich freue mich über Anwesenheitsmeldungen, gemeinsame Flat Whites und Drinks in Texas. Meldet euch!1

Schließlich: Ich freue mich auf einige Tage in New York, auf Highline Park und ein Hotelzimmer im vierzigsten Stockwerk. Hoch, so Hoch.


  1. Zum Beispiel via Lanyrd oder Plancast↩︎

Dezember

Seit einigen Monaten schreibe ich als Sidekick von Kacper (of Stijlroyal Fame) regelmäßig über gute Kleidung, erfreuliche Möbel und verwandte Stilfragen im programmatischen Journal The Modern Gentleman. Zum Ende des Jahres — doch nicht nur dafür — haben wir uns etwas Schönes ausgedacht. Ab sofort finden die Leserinnen und Leser unserer Publikation neben unserer regelmäßigen Auseinandersetzung mit Fragen des Auftretens, Wohnens und Benehmens auch eine ansehnliche Sammlung dazu geeigneter Kleidung und Accessoires. Eine Augenweide und etwas für die seltenen Tage, an denen alle anderen Modeblogs und Onlineshops allzu langweilig erscheinen.

themoderngentleman.de/lookbook

September

Ich werde die Stadt verlassen. Die Elbe und ihr Strand, die Plastikmöbel in der Agentur, die Stufen zum Hafen und die Zelte auf dem leeren Heiligengeistfeld sollen ihren Kram für einige Tage alleine machen. Währenddessen werde ich mich auf eine Insel im Mittelmeer legen und den Blick auf das Meer und vielleicht auf Afrika richten. Mit einem billigem Fotoapparat und einer Flasche Wasser, sonst verdurstet man schnell.

Wenn ich zurückkomme, erwarte ich anständigen hamburger Herbst, einen Parka auf meinen Schultern und Regen in meinem Gesicht. Was vom Sommer dann noch übrig ist, könnt ihr behalten. Passt gut darauf auf.

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