electricgecko.de

Primärfarben

Seit electricgecko.de aus Versehen zu einem Periodikum loser Folge geworden ist, ist der Stream of Consciousness mein Kanal für allerlei Kram. Seit 2007 sample ich dort via Tumblr interessante Formen und Inhalte zu einem Pastiche, das höchstens subjektiv Sinn ergibt. Aber gerade als solches ist es mir sehr ans Herz gewachsen. Weil es eben so schön aussieht, wenn man durch drei Jahre Grafikdesign, Architektur, Mode, Frisuren und Textschnipsel navigiert.

Doch weil die Fragen der Form interessanter sind als solche des Inhalts, habe ich den Stream of Consciousness nach langer Zeit neu gestaltet. Es gibt eine neue Primärfarbe, andere Schriften und ansonsten wenig. Aber das Wenige, das ist immerhin schön und interessant. Doch sehen sie selbst.

soc.electricgecko.de

Seit einigen Monaten schreibe ich als Sidekick von Kacper (of Stijlroyal Fame) regelmäßig über gute Kleidung, erfreuliche Möbel und verwandte Stilfragen im programmatischen Journal The Modern Gentleman. Zum Ende des Jahres — doch nicht nur dafür — haben wir uns etwas Schönes ausgedacht. Ab sofort finden die Leserinnen und Leser unserer Publikation neben unserer regelmäßigen Auseinandersetzung mit Fragen des Auftretens, Wohnens und Benehmens auch eine ansehnliche Sammlung dazu geeigneter Kleidung und Accessoires. Eine Augenweide und etwas für die seltenen Tage, an denen alle anderen Modeblogs und Onlineshops allzu langweilig erscheinen.

themoderngentleman.de/lookbook

KUXMA

Minimalismus ist Arbeit, weil jedes Weglassen an der Oberfläche in umgekehrter Proportion Nachdenken darunter erfordert. So geschehen bei meinem letzten Projekt mit Till, dass wir in der vergangenen Woche abgeschlossen haben: Die Website für KUXMA, ein Studio für Filmproduktion in Kreuzberg. Während Till viel Zeit investiert hat, um ein gleichermaßen reduziertes wie funktionales CI zu entwickeln, habe ich mich um die Adaption an Front- und Backend im Web gekümmert. Das Ergebnis: eine simple Website mit maximaler Flexibilität. Layout und Content skalieren mit der Fenstergröße. Das HTML-Markup ist 46 Zeilen lang. Der Preis: Haareraufen, 400 Zeilen JavaScript und zeitweilig Bugfixing by Committee (danke, Hannes und Jan). Was tut man nicht alles für die glänzende Oberfläche. Das Egebnis: kuxma.de.

Ceci n'est pas un Gentleman

Ich habe mich bislang zurückgehalten, mit Meinungen und Kritik zur wichtigen Frage: Wie soll man sich kleiden? Das hat zum einen damit zu tun, dass eine interessante, anspruchsvolle Auseinandersetzung mit dem Thema schwer ist — die extrem überschaubare Zahl brauchbarer Publikationen ist nur ein Indiz. Zum anderen ist gute Kleidung eine Sache, die im Idealfall unkommentiert zur Kenntnis genommen werden sollte.

Darum will ich versuchen, in meinen Beiträgen für Kacpers wundervolle neue Publikation möglichst wenig zu nerven, nicht an der Oberfläche zu bleiben und vor allem: sie nicht todernst zu nehmen. In meinem ersten Text geht es unter anderem um Brötchen.

Ich freue mich sehr, an Bord zu sein und lege euch ein Magazin ans Herz, hinter dessen Titel ich mich, in Chelsea Boots und Button-Down, guten Gewissens stelle: The Modern Gentleman.

Ramon Haindl

Die Geschichte vom Web und dem gegenseitigen Zusehen, der stetigen Begeisterung über unfassbar richtige Perspektiven anderer, sie wurde zu häufig erzählt, um noch originell zu sein. Eine meiner Geschichten, dieser Sorte ist Ramon Haindl. Über die Tapes1 und die Ästhetik von We are Gosh war es ein kurzer Weg zu dem, was er in erster Linie macht: Fotografie. Seine Bilder verbinden einen harschen, matter-of-fact-Stil mit Nähe und Wärme. Es tut weh, und dann möchte man mehr.

Ramon hat heute sein Portfolio veröffentlicht. portfolio.ramonhaindl.com zeigt Kommerzielles, persönliche Fotografie und Editorial-Arbeiten. Alles davon ist unbedingt sehenswert, ebenso das assoziierte Journal. Aus letzterem stammt das Bild zu diesem Eintrag. Es wurde in Tell Mum Everything Is Okay N°3 veröffentlicht und gehört zu den spannendsten, die ich in diesem Jahr gesehen habe. Bitte beachten.

  1. Ich höre das düstere D’Arc-Tape immer noch. Seit zwei Jahren. Es wird nicht schlechter.
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