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Olympiapark

Frei Otto’s silent membrane and steel slopes woven into the grassy hills of Olympiapark are reminders of an optimistic time, of the idea that opposites could meet through the measured hand of engineering and design. An industrialized culture remembering its origins, the signifiers of which are never far in Bavaria. Organic spiderwebs made from steel and glass and concrete mimic the valleys and woods that were left behind.

While there is elegance to the engineering, and the optics are pleasing, the structures never achieve their goal of appearing unforced and natural. The park and its architecture appear sculpted without context. In an attempt to create something like nature, a sanitized spirit of nature, the sheer amount of force applied by its creators remains perceptible. Where the Japanese practiced bowing and weaving with the leaves and shrubs and moss for centuries, the germans knew only execution. All plans executed, all goals achieved.

Garment Perception

Clothes as metaphysical objects, examined from two distinct angles. Groundwork towards a theory of my lifelong fascination.

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The aesthetic perspective is rooted in communication. Garments of considered proportions and construction promise desireable narratives, ressources for cognitive dissonance, encapsulated, architectural, modular mini-worlds to place inside your reality. While escapistic in some sense, the aesthetic angle faces outwards, reflecting the world.

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The fetishistic perspective is an entirely pragmatic one. Its fascination lies in the item as artefact, the detailed aspects of its construction and finishing. It aims to study obsessively, to examine every aspect of the object at hand, the imagineable universe around its constructive qualities. The fetishistic angle faces inwards, it concentrates on the object and the lessons it teaches.

Web Design as architecture

Schreiben ist Gestaltung, Schreiben ist ästhetisches Handeln. „Ich betrachte die Methode mit viel mehr Zuneigung als die Ergebnisse“, wie Paul Valéry sagt, und ich stimme zu. Es ist schwer zu leugnen zumal in dieser Publikation. Ich glaube an die Chance, etwas auf Weisen zu sagen, bei denen der Tonfall einen Unterschied macht: Text als Perspektive. Text im weiten Sinne, Text dessen formale Beschaffenheit wesentlicher Grund für Wahrnehmung und Innehalten ist. Poetisches Theoretisieren, zu einem gewissen Grad.

Web Design as architecture ist ein solcher Text. Es ist ein Vorschlag für eine einfache, aber interessante, holistische Perspektive auf die Gestaltung von Websites. Er geht zurück auf meine Unzufriedenheit mit dem Diskurs über digitale Gestaltung. Webdesign als Architektur zu denken, hilft mir zu verstehen, was Gestaltung in diesem Zusammenhang bedeuten kann – und dabei, dieser Disziplin ästhetisch und gesellschaftlich verantwortungsvoll nachzugehen. Es ist der Kern dessen, was wir bei WAF GMBH versuchen.

Ich habe aus diesem Vorschlag eine sehr einfache Website (http://www–arc.com) und einen deutlich komplexeren Are.na-Channel1 gemacht. Beide stießen auf eine gewisse Aufmerksamkeit. Auf Einladung von Grafill2, der norwegischen Assoziation für Grafikdesign habe auf dieser Grundlage einen etwas kohärenteren und weiter führenden Vortrag geschrieben, den ich im Mai in Oslo halten durfte.

Web Design as architecture, Promotional Visual

Mein Versuch, eine gleichermaßen programmatische wie pragmatische Argumentation für Web Design as architecture vorzuschlagen, hat zumindest meinem Verständnis dieser Idee gedient.

Grafill waren wundervolle Gastgeberinnen und Gastgeber, die Gespräche nach dem Vortrag und nicht zuletzt ein Besuch bei Snøhetta wirken bis heute nach. Auch aus den Gesprächen in Oslo heraus versuche ich, meine Gedanken bei Are.na weiterzuführen. Es gibt eine Literaturliste, und diverse weitere Dinge, die ästhetisch und theoretisch von Bedeutung sind3, in idealen Fällen beides in gleichem Maße.

Ich möchte die Perspektive Web Design as architecture weiter denken, die zugehörige Website weiter entwickeln und eine ausgearbeitete Form des Vortrags für die kommende Konferenzsaison vorbereiten. Hinweise für passende Kontexte nehme ich gern – ebenso wie Diskurs, Kritik und Input. Are.na ist die geeignete Plattform für all dieses.

  1. Weiterhin meine liebste digitale Plattform für einige der spannenderen Anwendungen des Internets, ich habe das im vergangenen Jahr aufgeschrieben.
  2. Diese Einladung bedeutet mir viel – ich verfolge Grafill und das angeschlossenne Visuelt-Festival seit vielen Jahren; im Grunde seit Non-Format als Protagonisten und Gestalter diese Plattformen maßgeblich geprägt haben. Non-Format haben mir viel über Grafikdesign beigebracht, nicht zuletzt hinsichtlich der Verhältnisse von Raum und Masse in visueller Gestaltung. Full Circle.
  3. Beispielsweise: referenzierte Websites, referenzierte Bauwerke und bessere, kompaktere Formulierungen als solche, zu denen ich fähig bin.

The Heathrow Hilton is my favorite building in London. It’s part space-age hangar and part high-tech medical centre. It’s clearly a machine, and the spirit of Le Corbusier lives on in its minimal functionalism. […] Inside, it’s a highly theatrical space, dominated by its immense atrium. […] Most hotels are residential structures, but rightly the Heathrow Hilton plays down this role, accepting the total transcience that is its essence, and instead turns itself into a huge departure lounge, as befits an airpot annexe. Sitting in its atrium one becomes, briefly, a more advanced kind of human being. Within this remarkable building one feels no emotions and could never fall in love, or need to. — J.G.B, Notes on Love, Death, Architecture and Modernity. Kompiliert von Studio Muoto.

Es fehlt ein Verb für die Tätigkeit, die im Halb-Zustand zwischen Programmierung und Gestaltung stattfindet. Es ist beständiges Tasten auf der Suche nach einem angemessenen Gefühl für ein bestimmtes Interface, nach der korrekten Balance aus Physik und Assoziation. Teils ist es Konstruieren, teils räumliches Entwerfen, teils händisches Formen des Materials. In dieser Tätigkeit geht es langsam voran, aber Konstruktion, Gestaltung und inhaltlicher Ausdruck entwickeln sich zugleich, die falsche Trennung der Disziplinen außer acht lassend.

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